Robinson in Weissenfels
Ausstellung

 PosterLogo und seine Bedeutung



Zur Gestaltung der Farben beziehen wir uns auf die Farbgebung der Wappen von Weißenfels:

 

Die Farben des Landkreises (links) sind: gelb, blau und grün. Das Weißenfelser Stadt-Wappen (rechts) hat die Farben: blau, gelb und rot. Die traditionellen Stadtfarben, bereits zwischen den zwei Weltkriegen geführt, sind dunkelgelb und himmelblau (hellblau), abgeleitet aus den Hauptschildfarben des Stadtwappens. Die neue Hauptsatzung von 1993 legt die Flagge als Banner in den Farben Gelb und Blau fest.


Für Nicht-Weißenfelser noch ein paar Infos zur Stadt:

(aus dem WWW)
Weißenfels, Lkr. Weißenfels, 34.240 Ew., um 1185 von den wettinischen Markgrafen von Meißen am Fuße eines weißen Felsens, der ihr den Namen gab, gegründet, 1680 - 1746 Residenz des Herzogtums Sachsen-Weißenfels, seit 1815 preußisch, entwickelte sich im 19. Jhd. zur Fabrikstadt mit bedeutender Schuhindustrie, die auch nach 1950 eine zentrale Bedeutung in der ehemaligen DDR hatte.


Die blaue Blume geht zurück auf Novalis

 

 
 

Novalis (Friedrich von Hardenberg) *2. Mai 1772 Oberwiederstedt bei Halle geboren - 25. März 1801 Weißenfels (Lungenschwindsucht) begraben: Weißenfels, Friedhof

Einer der ersten modernen Dichter; Wirkung auf Keats, Poe, Thomas Mann, Hofmannsthal, Broch, Benn. "Novalis ist der einzig wahrhafte Dichter der romantischen Schule, nur in ihm ist die ganze Seele der Romantik Lied geworden" (Georg Lukács).

Im Weißenfelser Museum wird der Ring des Novalis aufbewahrt. Die blaue Blume steht für die Romantik.
Nach einer alten Volkssage, lange vor der Romantik, findet jemand zufällig eine blaue Wunderblume; durch sie erlangt er Zugang zu verborgenen Schätzen. Seit Novalis' Romanfragment "Heinrich von Ofterdingen" ist "die blaue Blume" zum Symbol der romantischen Poesie und ihrer Sehnsucht nach dem Unendlichen geworden.
Mit "Heinrich von Ofterdingen" bricht Novalis Anfang 1800 als erster mit der frühromantischen Verehrung Goethes. Er schreibt ihn gleichsam als Antithese zu Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre", das Novalis als "fatales und albernes Buch" qualifiziert, "aus Stroh und Hobelspänen ... ein Götterbild zusammengesetzt", wie er Ludwig Tieck schreibt. Damit würde bei Goethe jede Romantik zugrunde gerichtet.
Novalis steht fürdie radikale Poetisierung der Welt: Der Dichter ist dazu berufen, die Welt zu erschließen. Das Programm der "Romantisierung" fordert: Die Welt muß romantisiert werden. So findet man den ursprünglichen Sinn wieder. Romantisieren ist nichts als eine qualitative Potenzierung. Das niedre Selbst wird mit einem bessern Selbst in dieser Operation identifiziert. [...] Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehn, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es - Umgekehrt ist die Operation für das Höhere, Unbekannte, Mystische, Unendliche. Im "Heinrich von Ofterdingen" Symbol für die Romantik, die romantische Sehnsucht: die blaue Blume.

Die Blume steht gleichzeitig für die bunte Vielfalt exotischer Pflanzen, des immerblühenden und immer gedeihenden Naturreichtums in Südsee oder Karibik.


 Robinson

Die Robinson-Figur ist eine Abbildung aus der englischen Orginalausgabe, wie sie 1719 erschien.

Der komplette Titel heißt auf deutsch:
"Das Leben und die seltsamen Abenteuer des Robinson Crusoe, eines Seemanns aus York. Welcher achtundzwanzig Jahre ganz allein auf einer unbewohnten Insel vor der amerikanischen Küste, nahe der Mündung des großen Orinoco lebte, wohin er nach einem Schiffbruch, bei dem die ganze Besatzung außer ihm selbst ums Leben kam, verschlagen wurde. Nebst dem Bericht wie er auf wundersame Weise durch Piraten gerettet wurde. Geschrieben von ihm selbst."